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Martin Plass

Martin ist groß und kräftig. Er trägt eine rote Trainingsjacke von Hannover 96. Martin hat die Arme unter der Brust verschränkt. Er hat eine Glatze und nur noch wenige kurze graue Haare an den Seiten. Um Mund und Kinn trägt er einen kurzen grauen Bart.

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„Ich reportiere Bundesligaspiele im Volkspark-Stadion für sehbehinderte Fans“, berichtete mir vor einigen Jahren ein Arbeitskollege am Rande einer Weihnachtsfeier. Da war bei mir sofort die Neugierde geweckt. Und während ich ihn darüber ausfragte, wie das denn so liefe und wie er dazu gekommen sei, reifte bei mir binnen Minuten der Wunsch, so etwas auch gerne machen zu wollen. Als ich dann letztes Jahr im Herbst den Aufruf auf der 96-Hompage las, sich als Sehbehinderten-Reporter zu bewerben, habe ich keine Sekunde gezögert.
Mit meinen über 50 Lenzen bin ich der Reporter-Oldie bei 96. Seit dem legendären Relegationsspiel 1998 gegen Tennis Borussia Berlin zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bin ich Fan der Roten. Als gebürtiger Hannoveraner, der seit nunmehr 13 Jahren in der Bundeshauptstadt lebt, nutze ich meine Einsätze in der HDI-Arena auch immer gern, um Familie und Freunde in der alten Heimat zu besuchen.
Das ehrenamtliche Reportieren macht mir unglaublich viel Spass. Das geht schon bei der Spielvorbereitung los. Wenn ich mich durch die Statistiken zur kommenden Begegnung wühle, oder die regionale Presse unseres Kontrahenten auswerte. Höhepunkt ist aber natürlich das Match selbst. Auch wenn es einen großen Unterschied macht, ob ich als Sehbehinderten-Reporter oder als Fan das Spiel verfolge. Als Reporter konzentriere ich mich ganz auf die objektive Schilderung dessen, was auf dem Platz und drumherum passiert. Ich fordere keine Verwarnungen für die Gästespieler und meckere nicht über die Schiedsrichter. Und wenn ein Tor – natürlich für unsere Roten – gefallen ist, halte ich die Klappe und lasse meine Zuhörer den Stadionjubel genießen.

Hier eine Liste seiner Reportagen

Hannover 96
SG Dynamo Dresden
Hannover 96
Würzburger Kickers