Leichte Sprache

 

Fußball-Berichte für blinde Menschen und Menschen mit Seh-Behinderung

Viele Menschen gucken gern Fußball.

Und gehen gern ins Fußball-Stadion.

Auch blinde Menschen und Menschen mit Seh-Behinderung gehen gern ins Fußball-Stadion.

Aber sie können die Fußball-Spiele nicht sehen.

Sondern nur hören.

Darum brauchen sie Hilfe.

Eine neue Idee

Blinde Menschen und Menschen mit Seh-Behinderung sollen unterstützt werden.

Reporter und Reporterinnen sollen die Fußball-Spiele für diese Menschen übersetzen.

Das heißt, die Reporter und Reporterinnen sollen das Spiel im Stadion genau beschreiben.

Während es läuft.

Ein Zentrum wird gegründet

Die Arbeiter-Wohlfahrt findet die Idee gut.

Darum hat die AWO eine Einrichtung gegründet.

Die Einrichtung heißt:

Zentrum für Seh-Behinderten-Reportage und Blinden-Reportage.

Reportage wird so ausgesprochen: Re-por-tah-sche.

Reportage ist ein anderes Wort für Bericht.

In dem Zentrum werden zum Beispiel Reporter und Reporterinnen ausgebildet.

Sie lernen, wie man Fußball-Spiele gut beschreibt.

Damit die Zuhörer und Zuhörerinnen das Gefühl haben, dass sie jeden Spielzug mitbekommen.

Dieses Zentrum ist einmalig auf der Welt.

So etwas gibt es sonst nirgends.

Das ist das Ziel

In Zukunft soll jedes Stadion Reporter und Reporterinnen haben, die Fußball-Spiele beschreiben.

Damit auch blinde Menschen und Menschen mit Seh-Behinderung ins Stadion gehen können.

Und Fußball-Spiele miterleben können.

Das Zentrum bildet nicht nur die Reporter und Reporterinnen aus.

Das Zentrum berät auch die Fußball-Vereine.

Zum Beispiel erklärt das Zentrum den Vereinen, welche technischen Geräte wichtig sind.

Damit die blinden Menschen und die Menschen mit Seh-Behinderung die Beschreibung von dem Spiel hören können.

Zum Beispiel braucht man ein Mikrofon und Kopfhörer.

Die Fußball-Vereine können dafür Förder-Gelder beantragen.

Das Zentrum sagt, wie das geht.

In jedem Stadion von der 1. Bundes-Liga gibt es schon Plätze für die Blinden-Berichte.

Auch in der 2. Bundes-Liga sollen solche Plätze bald eingerichtet werden.

Und in der 3. Bundes-Liga.

Daran arbeitet das Zentrum.

Ein guter Blinden-Bericht

Blinde Menschen und Menschen mit Seh-Behinderung wollen Fußball erleben.

Genauso wie Menschen ohne Seh-Behinderung.

Darum müssen die Reporter und Reporterinnen die Fußball-Spiele sehr genau beschreiben.

Die Reporter und Reporterinnen müssen aber auch beschreiben was sonst noch im Stadion passiert.

Zum Beispiel, ob ein Spieler sich am Spielrand warm macht.

Weil er gleich eingewechselt wird.

Oder ob der Trainer mit einem Spieler schimpft.

Weil er schlecht gespielt hat.

Denn das gehört zum Fußball-Erlebnis dazu.

Das ist auch wichtig

Die Reporter und Reporterinnen sollen eine schöne Stimme haben.

Und sie müssen ihre Stimme gut einsetzen können.

Zum Beispiel ganz leise sprechen, wenn das Spiel gerade langweilig ist.

Oder ganz laut werden, wenn ein spannender Spielzug kommt.

So wird die Beschreibung noch lebendiger.

Und die Zuhörer und Zuhörerinnen können sich das Spiel viel besser vorstellen.

Das Tor des Monats

Im Fernsehen gibt es die Sportschau.

Fast jeder kennt die Sendung.

In der Sportschau wird das Tor des Monats gewählt.

Die Zuschauer und Zuschauerinnen wählen das Tor, das ihnen am besten gefallen hat.

Das gibt es bald auch für die Blinden-Berichte.

Die Hörer und Hörerinnen wählen das beste Tor.

Das heißt:

Sie wählen das Tor, das am besten beschrieben wurde.

Denn bei den Blinden-Berichten hört man die Tore.

Und weil man mit den Ohren hört, heißt diese Wahl T-Ohr des Monats.

Wir schreiben das so, damit jeder weiß:

Es geht um das Hören.

Und nicht um das Sehen.

Ansprech-Partner

Der Leiter von dem Zentrum heißt Björn Naß.

Haben Sie Fragen zu den Blinden-Berichten?

Dann können Sie Björn Naß schreiben.

Die E-Mail Adresse ist: bjoern.nass@awo.org

 

Oder Sie schreiben an Lucas Kriegbaum.

Die Email Adresse ist: lucas.kriegbaum@awo.org

Erstellt von: AWO Büro Leichte Sprache Berlin

Die Bilder sind von: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V.

Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013 und von Julia Buchloh Berlin. leichtesprache@awo.org