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Marc Schestak

Marc Schestak

© Guido Kirchner

Als aktiver Jugendfußballspieler wäre ich nie auf die Idee gekommen FCA-Fan zu werden. Die erste Mannschaft des FCA dümpelte im Fußballniemandsland zwischen Bayern- und Regionalliga und ich spielte für den Lokalrivalen TSV Schwaben Augsburg. Meistens kassierten wir gegen die Jugendmannschaften des FCA ganz schöne Klatschen, doch manchmal schafften wir es den großen Rivalen zu ärgern.

Mit Beginn meines Sportstudiums zog ich mich, zum einen wegen der Verletzungsgefahr zum anderen wegen mangelnden Talents aus dem aktiven Vereinsfußball zurück. Der FCA hatte sich in die Regionalliga zurückgekämpft und ich begann mit Freunden regelmäßig Spiele zu besuchen. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga wurden diese Besuche häufiger und bald war der Erwerb einer Dauerkarte nicht nur finanziell die einzig sinnvolle Entscheidung, sondern auch eine Herzensangelegenheit. Bald verpasste ich kaum noch ein Spiel. Seit Erwerb meiner Dauerkarte lassen sich die verpassten Heimspiele immer noch an einer Hand abzählen.

Über Freunde die in einem Fanclub engagiert waren erfuhr ich, dass der Verein mit Beginn unserer ersten Bundesliga-Saison 2011 in den Reihen der Fans nach ehrenamtlichen Reportern für Sehbehinderte suchte. Bereits in meinen Studienzeiten hatte es mir Spaß gemacht unsere zahlreichen sportlichen Aktivitäten im Stile eines Radioreporters zu begleiten. Dies mündete in der Live-Reportage des Finales der Münchner Hochschulmeisterschaften (im Tor für das siegreiche Team "Binzi-Boys" damals, ungelogen, der heutige FCA-Chefcoach Manuel Baum - ob er sich an diesen Titel noch erinnert?). Überdies hatte ich während meines Studiums das Fach Behindertensport als Wahlfach gewählt und im Zuge dessen auch erste Erfahrungen mit Blinden und Sehbehinderten gemacht.

Ich bewarb mich also sofort um dieses Ehrenamt und als klar wurde, dass es der Verein wirklich mit uns versuchen würde war meine Freude grenzenlos. Ich kann mir nicht vorstellen nicht mehr als Reporter für Sehbehinderte auf der Pressetribüne der WWK-Arena zu sitzen. Selbstverständlich stehe ich, wenn ich nicht als Reporter im Einsatz bin nach wie vor mit meinen Freunden im O-Block. Unsere Stammzuhörer sind mir im Laufe der Zeit wirklich ans Herz gewachsen und wir versuchen uns mindestens zweimal im Jahr mit ihnen abseits des Rasens zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen und uns - nicht nur über Fußball - auszutauschen. Ich freue mich auf weitere tolle Jahre mit unseren Zuhörern und dem FC Augsburg.

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